Dessous XXL

So pflegen Sie Ihren Badeanzug richtig

Pflege von Badeanzügen

Bevorzugtes Material von Badekleidung ist heute Polyamid (Nylon, Tactel, Perlon…) und für den guten Sitz sorgt eine Beimischung von hochelastischen Elastanfasern, besser bekannt als Lycra, Dorlastan oder Spandex. Der Elastan- Anteil schwankt zwischen 18% bis 40%.

Ein hoher Elastananteil engt Sie mehr ein. Und noch eine unangenehme Eigenschaft haben die Elastane – sie beginnen sich unter der Einwirkung von viel UV-Licht, Sonnencreme und Chlorwasser zu zersetzen. Der Badeanzug verliert die Fähigkeit, auf die ursprüngliche Länge zurückzuschrumpfen, das Bade-Outfit beginnt auszuleiern. Das sorgsam ausgewählte Modell verliert seine Passform. Zwar gibt es heute chlorfeste und UV stabile Elastane, aber sie werden noch nicht von allen Herstellern eingesetzt. Auch das unbeliebte helle Durchschimmern bei dunklen Teilen wegen der Elastanfasern müsste nicht mehr sein. Es gibt inzwischen richtig schön schwarze Elastane.

Für ausgesprochen sportliche Schwimmer bietet der Markt Schwimmanzüge aus Polyester oder PET. Diese stabilen Fasern nehmen fast kein Wasser auf und verringern deshalb den Widerstand im Wasser. Zudem schützt Polyester besser vor UV-Strahlen als Polyamid.

Greifen Sie beim Kauf von Bademode zu Schadstoffgeprüften Textilien. Salzwasser, Chlor, Sonnenschutzmittel und Schweiß können Textilien angreifen und aus den Fasern Farben und Stoffe heraus lösen, die für den Menschen gesundheitlich bedenklich sein können. Mindestens das Ökotex 100-Siegel sollte vorhanden sein.

Das schadet der Bademode:

  • Badeanzüge sind gegen grobe Materialien genauso empfindlich wie Feinstrumpfhosen. Deshalb schauen Sie genau, wo Sie sich hinsetzen! Meiden Sie raue Poolränder, scharfkantige Steine oder gebrochene Geflechtstühle…

  • Halten Sie Abstand zu den Massagedüsen an Whirlpools. Der starke Wasserdruck an den Düsen schadet zusammen mit der hohen Wassertemperatur den Elastanfasern. Während Sie sich entspannen, macht der Badeanzug schneller schlapp.

  • Verzichten Sie nicht auf Sonnencreme mit Lichtschutzfaktoren. Aber lassen Sie den Sonnenschutz unbedingt einige Minuten einziehen bevor Sie den Badeanzug anziehen. Denn die ölig-fettige Sonnencreme haftet noch intensiver auf Synthetikfasern als auf Ihrer Haut. Zusätzlich gibt es durch den Einbau neuer Lichtschutzfaktoren in die Sonnenschutzmittel immer mehr hartnäckige Flecken bei Badekleidung. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto höher ist die Konzentration dieser Substanzen und die meisten Hersteller warnen inzwischen vor dem Fleckenrisiko. So können Flecken durch den chemischen UV A-Lichtschutzfilter Butyl- Methoxydibenzoyl-Methane nur durch rasches Waschen mit reichlich Flüssigwaschmittel entfernt werden. Wählen Sie für diesen Spezialfall Flüssigwaschmittel, da sie mehr Tenside enthalten und Fetthaltigen Schmutz besser auswaschen. Für ganz hartnäckige UV A Lichtschutzflecken kann ich eine Fleckenvorbehandlung mit Flüssigwaschmittel, Handspülmittel oder ein Vorwaschspray mit Waschbenzin empfehlen. Mitunter hilft nur noch die chemische Reinigung mit ihren stärkeren Lösemitteln.

  • Falls Ihr Sonnenschutz gelbes AGR (Alpha-Glykosil-Rutin) enthält und Sie gelbe Flecken auf der Wäsche entdecken, hilft der Tipp der Kosmetikhersteller: die Teile 12 Stunden in 2% Zitronensäure einweichen und dann mit viel Flüssigwaschmittel waschen.

Auswaschen – Waschen – Trocknen!

  • Egal ob Strand-, Hallen-, Frei- oder Thermalbad – jeder Badeanzug bleibt länger schön, wenn das nasse Teil sofort gewechselt und mit viel klarem Wasser ausgespült wird. Weg mit dem Sand und den Salzkristallen – sie beschädigen beim Trocknen die eingearbeiteten Elastanfasern. Weg mit den Chlorrückständen, die die Farben verändern! Die Auslobung "chlorfest" bezieht sich nur auf den Aufenthalt im gechlorten Wasser und nicht auf das Trocknen mit anhaftenden Chlorresten. Einfache Stretchfasern beginnen sich schon nach 200 – 300 Stunden Aufenthalt in Chlorwasser abzubauen.

  • Natürlich darf Ihr Bade-Outfit anschließend nicht einfach feucht liegen bleiben. Riskieren Sie keinen Stockflecken! Trocknen Sie Ihre Badekleidung ausgebreitet oder aufgehängt im Schatten. Badeanzüge sind durchaus zum Sonnenbaden geeignet, aber nur wenn der Stoff trocken ist. Im feuchten Stoff können die Sonnenstrahlen wie in einem Brennglas gebündelt werden. Das kann auf Kosten der Farben gehen. Zudem enthalten die weißen Garne in der Badekleidung oft große Mengen optische Aufheller. Einige dieser Verbindungen haben die unangenehme Eigenschaft sich im nassen Stoff und gleichzeitig hohem UV-Anteil im Sonnenlicht gelb bis orange zu verfärben.

  • Aber das Ausspülen in Wasser reicht nicht aus. Es lohnt sich trotz Urlaub abends die Badekleidung mit wenig Feinwaschmittel/Reisewaschmittel nochmals zu waschen. So lässt sich Schweiß und Fett besser entfernen. Zuhause darf es dann noch etwas gründlicher sein. Zwar empfehlen viele Hersteller nur eine Handwäsche, aber gönnen Sie dem Badeanzug ein Feinwasch- oder Seidenprogramm bei 30 – 40°C mit Flüssigwaschmittel. Nehmen Sie kein Wollwaschmittel mit rückfettenden Pflegebestandteilen. Waschen Sie die Teile zur Schonung in einem Wäschesack. In der Waschmaschine sollten aber noch einige andere Wäscheteile sein, sonst kann die Waschmechanik zu hoch sein.

  • Verwenden Sie keinen Weichspüler. Der Film auf den Garnen vermindert die Elastizität, die Teile leiern schneller aus. Nur ganz kurz anschleudern und nie in Wäschetrockner stecken. Selbst im Schonprogramm verlieren viele Stretchteile rasch ihren guten Sitz.


 

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